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29. Juli 2020

Eine Dachbegrünung: Gut geschützt und gekühlt von Mutter Natur

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Viele Gründe sprechen für eine Dachbegrünung. Sowohl die große Wohnanlage als auch das kleine Privathaus können davon profitieren. Man holt sich ein Stück Natur selbst in die städtischsten Wohnlagen und genießt darüber hinaus viele Vorteile. Gleichzeitig ist der Aufwand je nach Dachbegrünungskonzept durchaus überschaubar und auch ohne grünen Daumen gut zu bewältigen.

Was spricht für eine Dachbegrünung?

  • Verringerung von abfließendem Regenwasser: Eine Dachbegrünung hält stattliche Mengen an Niederschlägen zurück. Dies schont nicht nur die Kanalisation, sondern kann je nach Gebührenordnung auch zu verringerten Abwasserkosten führen.
  • Schutz des Daches vor der Witterung: Die Dachbegrünung bildet eine zusätzliche Schutzschicht für die Dacheindeckung, insbesondere gegen extreme Wettereinflüsse.
  • Bessere Wärmedämmung: Die grüne Schutzdecke erhöht die Dämmwirkung im Winter und bildet einen Hitzeschutz im Sommer.
  • Schallschutz: Ein Gründach bewirkt sowohl Schalldämmung als auch Lärmminderung durch die Schallabsorption der Pflanzen.
  • Verbesserung des Mikroklimas: Pflanzen geben je nach Sonneneinstrahlung kühle Feuchtigkeit an die Umgebung ab, was die Luftqualität verbessert und im Sommer angenehme Kühlung bewirkt. Das Maß richtet sich hier an der vorhandenen Blattmasse pro Quadratmeter.
  • Filtern von Schadstoffen: Pflanzen nehmen Staub und andere Schmutzpartikel aus der Luft auf.
  • Zusätzlicher Lebens- und Erholungsraum: Vor allem große Dachflächen können zum kleinen Park werden. Sattes Grün und farbenfrohe Pflanzen wirken positiv auf Stimmung und Gemüt. Auch die Tierwelt freut sich über ein zusätzliches Refugium – gerade in Großstadtlagen.

Welche Konzepte gibt es?

Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, sein Dach zu begrünen. In Bezug auf den Pflegeaufwand, aber auch auf die Schutzwirkung lassen sich grundsätzlich zwei Typen unterscheiden: Die intensive und die extensive Dachbegrünung (auch Mischformen sind denkbar).

Intensive Dachbegrünung

Hierbei handelt es sich um eine umfangreiche Begrünung mit entsprechendem Pflegeaufwand und Wasserbedarf. Ein Schichtaufbau mit Höhen von 25 cm bis zu 100 cm erlaubt entsprechend große Stauden, Gehölze, Bäume und Rasenflächen: Mitunter eine richtige schöne Gartenanlage! Bei allen „Leistungswerten“ ist eine intensive Dachbegrünung der extensiven überlegen, sei es im Hinblick auf die Schutzwirkung, Dämmleistung oder Hitzeschutz und Abgabe von kühlender Luftfeuchtigkeit. Auch optisch ist eine intensive Dachbegrünung meist ansehnlicher und bietet mehr Vielfalt. Das zusätzliche Gewicht einer intensiven Begrünung muss natürlich statisch tragbar sein.

Extensive Dachbegrünung

Nicht jeder kann und möchte den Pflegeaufwand für eine intensive Dachbegrünung leisten. Auch aus Sicht der statischen Belastung kann es nötig sein, auf eine leichtere extensive Dachbegrünung zurückzugreifen, welche schon mit einem geringen Schichtaufbau von 6 bis 20 cm auskommen kann. Anspruchslose Staudengräser, Moose und andere pflegeleichte, niederwüchsige Pflanzen können geschlossene Ökosysteme bilden, welche nur eine sporadische Pflege benötigen. Einheimische Pflanzen bieten auch der hiesigen Tierwelt wie Schmetterlingen ein wertvolles Revier. Weiterhin kann die Dachneigung bei einer extensiven Dachbegrünung steiler sein als bei der intensiven Dachbegrünung, welche vor allem ein Flachdach oder sehr geringe Neigungswinkel erfordert.

Was gilt es bei der Dachbegrünung zu beachten?

Je nach Begrünungstyp müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Neigungswinkel des Daches: Vor allem die intensive Begrünung erlaubt nur geringe Neigungswinkel, aber auch das komplett flache „0 Grad-Dach“ kann problematisch sein, weil das Wasser möglicherweise schlechter abläuft. Hier gilt es, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Optimal ist ein Gefälle von ca. 2 %. Hohe Dachneigungen ab 15° wiederum erfordern zusätzliche Schutzmaßnahmen, etwa, damit der Aufbau bei starkem Regen nicht ins Rutschen kommt!
  • Statische Belastung: Logischerweise muss die Dachkonstruktion das Gewicht der Vegetation darüber halten, vor allem in Hinblick auf hohe gebundene Wassermengen. Je nach Voraussetzung und Dachtyp (z.B. Warmdach versus Kaltdach) können unterschiedlich schwere Begrünungen gewählt werden.

Dieser kurze Blogbeitrag kann natürlich nicht alle Faktoren im Detail benennen. Unser Terwiege-Tipp: Lassen Sie sich von uns individuell zum Thema Dachbegrünung beraten und profitieren Sie von der Erfahrung unseres Familienbetriebs seit 1852!